Referenz

Glossar & Abkürzungsverzeichnis

Definitionen und Erläuterungen der wesentlichen regulatorischen Begriffe und Abkürzungen aus dem Bereich der deutschen und europäischen Bankenregulierung.

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A
ACP EU
Agent Client Protocol

Offenes Protokoll für die Kommunikation zwischen KI-Agenten und Entwicklungsumgebungen. Im regulatorischen Kontext relevant für den Einsatz von KI-Assistenz-Systemen in der Entwicklung von Compliance-Software.

— KI-Kontext
AT1 EU
Additional Tier 1 Capital — Zusätzliches Kernkapital

Eigenkapitalkomponente unterhalb des harten Kernkapitals (CET1). Umfasst insbesondere Contingent Convertibles (CoCos) und bestimmte Hybridinstrumente. Mindestanforderung: 1,5% der risikogewichteten Aktiva (RWA).

— Art. 51 ff. CRR
B
BaFin DE
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Integrierte Allfinanzaufsichtsbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Zuständig für die Aufsicht über Kreditinstitute (LSI), Versicherungsunternehmen und den Wertpapierhandel. Handelt im öffentlichen Interesse (§ 4 Abs. 4 FinDAG).

— FinDAG, KWG
BAIT DE
Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT

Ehemaliges BaFin-Rundschreiben (10/2017, überarbeitet 2021) zum IT-Risikomanagement von Kreditinstituten — IT-Strategie, -Governance, Informationssicherheitsmanagement und IT-Betrieb. Zum 17. Januar 2025 außer Kraft gesetzt; die Regelungsmaterie wird seither unmittelbar durch DORA (Kapitel II) abgedeckt.

— außer Kraft seit 17.01.2025 (vormals § 25a Abs. 1 KWG, RS 10/2017)
Bail-in EU
Gläubigerbeteiligung im Abwicklungsfall

Abwicklungsinstrument, das die Heranziehung von Gläubigern zur Verlustdeckung und Rekapitalisierung eines in Schieflage geratenen Instituts ermöglicht. Gegenstück zum Bail-out durch staatliche Mittel. Vorrangige Reihenfolge: CET1 → AT1 → T2 → nachrangige Verbindlichkeiten → berücksichtigungsfähige Senior-Verbindlichkeiten.

— Art. 43 ff. BRRD / §§ 89 ff. SAG
BCBS International
Basel Committee on Banking Supervision — Basler Ausschuss für Bankenaufsicht

Internationales Forum für die Zusammenarbeit der Bankenaufsichtsbehörden. Angesiedelt bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel. Verabschiedet internationale Standards (Basel I, II, III, IV), die durch CRR/CRD in EU-Recht umgesetzt werden.

— BIZ, Basel
BRRD EU
Bank Recovery and Resolution Directive

EU-Richtlinie 2014/59/EU (überarbeitet durch BRRD II 2019/879/EU) über Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten. Schafft den Rahmen für Sanierungsplanung, Abwicklungsplanung und Abwicklungsinstrumente (Bail-in, Übertragungsinstrumente). In Deutschland umgesetzt durch SAG.

— Richtlinie 2014/59/EU, SAG
BRUBEG DE
Bankenrichtlinienumsetzungs- und Bürokratieentlastungsgesetz

Deutsches Umsetzungsgesetz zur CRD VI, vom Bundestag am 29.01.2026 beschlossen und in weiten Teilen zum 01.04.2026 in Kraft getreten. Verankert das ESG-Risikomanagement einschließlich ESG-Risikoplan gesetzlich in §§ 26c und 26d KWG, schafft ein neues Drittstaatenzweigstellenregime (§§ 53c/53cc KWG) mit Re-Lizenzierungsverfahren und strukturiert die Anzeigepflichten nach § 24 KWG neu. Ändert insgesamt zehn Gesetze und vier Verordnungen.

— BRUBEG, Richtlinie (EU) 2024/1619
C
CTPP EU
Critical ICT Third-Party Provider — Kritischer IKT-Drittdienstleister

IKT-Dienstleister, deren Ausfall aufgrund von Marktstellung und Verbreitung besonders gravierende Auswirkungen auf die Finanzmarktstabilität hätte. Am 18.11.2025 haben EBA, ESMA und EIOPA erstmals 19 Unternehmen als CTPP benannt (u.a. AWS, Google Cloud, Microsoft, Deutsche Telekom, Equinix, Bloomberg, LSEG, SAP). CTPP unterliegen der direkten Aufsicht der ESAs durch Joint Examination Teams (JETs).

— Art. 31 ff. DORA
CSRBB EU
Credit Spread Risk in the Banking Book — Kreditspreadrisiko im Anlagebuch

Risiko von Wertänderungen im Anlagebuch infolge von Veränderungen der Kreditspreads, ohne dass sich die Bonität des Emittenten ändert. Mit der 8. MaRisk-Novelle (RS 06/2024) erstmals eigenständig im neuen Abschnitt BTR 5 geregelt — Umsetzung der einschlägigen EBA-Leitlinien.

— BTR 5 MaRisk, Art. 84 CRD
CCyB EU
Countercyclical Capital Buffer — Antizyklischer Kapitalpuffer

Variabler Kapitalpuffer von 0–2,5% CET1 (erweiterbar bis 5%), der von nationalen Aufsichtsbehörden bei übermäßigem Kreditwachstum aktiviert wird. In Deutschland durch die BaFin festgesetzt. Ziel: prozyklische Kreditvergabe dämpfen und in Abschwungphasen Spielraum schaffen.

— Art. 130 CRD, § 10d KWG
CET1 EU
Common Equity Tier 1 — Hartes Kernkapital

Höchste Qualitätsstufe des aufsichtlichen Eigenkapitals. Umfasst Stammaktien, Gewinnrücklagen und Kapitalrücklagen. Mindestanforderung: 4,5% der RWA. Maßgebliche Kapitalkomponente für SREP-Anforderungen, Kapitalpuffer und Leverage Ratio.

— Art. 26 ff. CRR
CRR / CRD EU
Capital Requirements Regulation / Directive

CRR (Verordnung, unmittelbar geltendes EU-Recht) und CRD (Richtlinie, nationale Umsetzung erforderlich) bilden das Kernregelwerk für Eigenmittel-, Liquiditäts- und Offenlegungsanforderungen. CRR III / CRD VI gelten ab 2025/2026 und setzen Basel IV um.

— Verordnung (EU) 575/2013 (CRR), Richtlinie 2013/36/EU (CRD)
D
DORA EU
Digital Operational Resilience Act

Verordnung (EU) 2022/2554, gültig seit 17.01.2025. Schafft einheitliche Anforderungen an IKT-Risikomanagement, IKT-Incident Reporting, digitale Resilienztests (TLPT) und IKT-Drittparteienmanagement für Finanzunternehmen in der EU. Lex specialis gegenüber NIS2 für den Finanzsektor.

— Verordnung (EU) 2022/2554
D-SIB National
Domestic Systemically Important Bank — National systemrelevante Bank

Von nationalen Aufsichtsbehörden (in Deutschland: EZB/BaFin) identifizierte systemrelevante Institute. Unterliegen einem O-SII-Kapitalpuffer von bis zu 3% CET1. Jährliche Überprüfung anhand quantitativer und qualitativer Kriterien (EBA-Leitlinien EBA/GL/2014/10).

— Art. 131 CRD, EBA/GL/2014/10
E
EBA EU
European Banking Authority — Europäische Bankenaufsichtsbehörde

Unabhängige EU-Behörde mit Sitz in Paris. Entwickelt das einheitliche europäische Regelwerk (Single Rulebook) durch bindende technische Standards (RTS/ITS) und Leitlinien. Koordiniert EU-weite Stresstests und führt Aufsichtskonvergenzmaßnahmen durch.

— Verordnung (EU) 1093/2010
ESRB EU
European Systemic Risk Board — Europäischer Ausschuss für Systemrisiken

EU-Gremium für die makroprudenzielle Überwachung des EU-Finanzsystems. Identifiziert und bewertet systemische Risiken. Kann Warnungen und Empfehlungen an EU-Institutionen, Mitgliedstaaten und nationale Behörden richten. Bei der EZB angesiedelt, aber institutionell unabhängig.

— Verordnung (EU) 1092/2010
G
G-SIB International
Global Systemically Important Bank

Vom FSB jährlich veröffentlichte Liste global systemrelevanter Banken. Unterliegen zusätzlichen Kapitalanforderungen (G-SIB-Puffer: 1–3,5% CET1 je nach Bucket), verschärften TLAC-Anforderungen und intensivierter internationaler Aufsicht. Aus Deutschland: Deutsche Bank.

— FSB, Art. 131 CRD
F
FRTB EU
Fundamental Review of the Trading Book

Grundlegende Überarbeitung des Marktrisikorahmens im Rahmen von Basel III. Umfasst einen alternativen Standardansatz (ASA) und einen überarbeiteten internen Modellansatz (IMA) mit Expected Shortfall statt Value-at-Risk. Die Anwendung in der EU wurde zweimal verschoben und beginnt am 01.01.2027; eine Delegierte Verordnung vom 04.06.2026 sieht temporäre Entlastungsmaßnahmen und bankspezifische Multiplikatoren vor.

— Art. 325 ff., 461a CRR III
I
IRRBB EU
Interest Rate Risk in the Banking Book — Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch

Risiko negativer Auswirkungen von Zinsänderungen auf Zinsergebnis und Barwert des Anlagebuchs. Institute müssen sowohl die ertragsorientierte (GuV-)Perspektive als auch die barwertige Perspektive berücksichtigen. Mit der 8. MaRisk-Novelle in BTR 2.3 konkretisiert.

— BTR 2.3 MaRisk, Art. 84 CRD
ICAAP EU
Internal Capital Adequacy Assessment Process

Institutseigene Beurteilung der Angemessenheit des Kapitals im Verhältnis zum Risikoprofil (§ 25a KWG, MaRisk AT 4.1, Art. 73 CRD). Umfasst normative (regulatorische Kapitalplanung) und ökonomische Perspektive (Risikotragfähigkeit). Wird im SREP von der Aufsicht bewertet.

— § 25a KWG, AT 4.1 MaRisk, Art. 73 CRD, EBA/GL/2018/11
IKS DE
Internes Kontrollsystem

Gesamtheit der internen Kontrollen, Prozesse und Strukturen zur Sicherstellung ordnungsgemäßer und regelkonformer Geschäftsabwicklung. Gliedert sich in aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen sowie Kontroll- und Überwachungsprozesse. Implementierung nach dem Drei-Linien-Modell (MaRisk AT 4.4).

— § 25a Abs. 1 KWG, AT 4.4 MaRisk
ILAAP EU
Internal Liquidity Adequacy Assessment Process

Institutseigene Beurteilung der Angemessenheit der Liquiditätsausstattung — das Liquiditätspendant zum ICAAP. Umfasst die Steuerung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos (LCR), der strukturellen Liquidität (NSFR) und institutsspezifischer Liquiditätspuffer. Wird im SREP von der Aufsicht bewertet.

— Art. 86 CRD, BTR 3 MaRisk, EBA/GL/2016/09
K
KRITIS DE
Kritische Infrastrukturen

Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, deren Ausfall erhebliche Versorgungsengpässe oder Gefährdungen für die öffentliche Sicherheit zur Folge hätte. Der Finanzsektor zählt zu den KRITIS-Sektoren. Das KRITIS-Dachgesetz (Umsetzung der CER-Richtlinie) ist am 17. März 2026 in Kraft getreten und regelt die physische Resilienz; die digitale Sicherheit richtet sich nach BSIG/NIS2. Zuständig: BBK (physisch), BSI (Cyber).

— KRITIS-DachG (seit 17.03.2026), BSIG
KWG DE
Kreditwesengesetz

Zentrales nationales Aufsichtsgesetz für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute in Deutschland. Regelt Zulassung (§ 32 KWG), laufende Anforderungen (§ 25a ff. KWG), Eingriffsbefugnisse der BaFin (§§ 44–48 KWG) und Solvenzaufsicht. Erstfassung: 1934.

— KWG i.d.F. vom 09.09.1998 (BGBl. I S. 2776)
L
LCR EU
Liquidity Coverage Ratio — Kurzfristige Liquiditätskennziffer

Verhältnis hochliquider Aktiva (HQLA) zu netto Liquiditätsabflüssen unter einem 30-Tage-Stressszenario. Mindestanforderung: ≥ 100%. Ziel: Sicherstellung ausreichender kurzfristiger Liquiditätspuffer. Berechnung: LCR = HQLA / Netto-Abflüsse (30 Tage).

— Art. 412 ff. CRR, Delegierte Verordnung (EU) 2015/61
M
MaRisk DE
Mindestanforderungen an das Risikomanagement

BaFin-Rundschreiben (aktuell: 06/2026 — 9. Novelle vom 30.06.2026) auf Basis von § 25a Abs. 1 KWG. Konkretisiert als normeninterpretierende Verwaltungsvorschrift die qualitativen Anforderungen an Organisation, Prozesse und das IKS von Kreditinstituten. Gegliedert in Allgemeinen Teil (AT) und Besonderen Teil (BTO/BTR/BT). Erstfassung 2005; seither neun Novellen. Bedeutende Institute unter direkter EZB-Aufsicht sind seit der 9. Novelle nicht mehr erfasst.

— § 25a Abs. 1 KWG, RS 06/2026 (BA)
MREL EU
Minimum Requirement for own funds and Eligible Liabilities

Institutsspezifische Mindestanforderung an bail-in-fähige Verbindlichkeiten, die von der Abwicklungsbehörde festgesetzt wird. Setzt sich aus Verlustabsorptionsbetrag und Rekapitalisierungsbetrag zusammen. Entspricht auf EU-Ebene dem FSB-Standard TLAC für G-SIBs.

— Art. 45 ff. BRRD, §§ 49 ff. SAG
N
NIS2 EU
Netz- und Informationssicherheitsrichtlinie (EU) 2022/2555

EU-Richtlinie zur Cybersicherheit, in Deutschland durch das NIS2-Umsetzungsgesetz (NIS2UmsuCG) umgesetzt — am 05.12.2025 im Bundesgesetzblatt verkündet, seit 06.12.2025 in Kraft. Betroffen sind rund 30.000 Unternehmen in 18 Sektoren. Für Finanzunternehmen gilt DORA als lex specialis. Registrierungsfrist beim BSI: 06.03.2026. Bußgelder bis 10 Mio. EUR oder 2% des weltweiten Jahresumsatzes (§ 65 BSIG).

— NIS2UmsuCG, BSIG n.F.
NSFR EU
Net Stable Funding Ratio — Strukturelle Liquiditätskennziffer

Verhältnis von verfügbarer stabiler Refinanzierung (Available Stable Funding, ASF) zu erforderlicher stabiler Refinanzierung (Required Stable Funding, RSF) über einen Zeithorizont von einem Jahr. Mindestanforderung: ≥ 100%. Ziel: Sicherstellung einer stabilen Refinanzierungsstruktur.

— Art. 428a ff. CRR
O
Output Floor EU
Untergrenze für interne Modelle (Basel IV / CRR III)

Kernelement der Basel-IV-Reform: RWA aus internen Modellen (IRB, IMA) dürfen die nach Standardansätzen berechneten RWA nicht um mehr als 27,5% unterschreiten (Floor: 72,5% der Standardansatz-RWA). Stufenweise Einführung ab 2025 bis zur vollständigen Wirksamkeit 2030. Ziel: Verringerung der RWA-Variabilität zwischen Instituten.

— Art. 465 ff. CRR III, Basel IV (BCBS 2017)
R
RWA EU
Risk-Weighted Assets — Risikogewichtete Aktiva

Bemessungsgrundlage für die regulatorischen Kapitalanforderungen (Säule 1). Aktiva werden mit risikoabhängigen Gewichtungsfaktoren multipliziert. Je nach Risikogehalt können interne Modelle (IRB, IMA) oder Standardansätze verwendet werden. Ab CRR III: Output Floor begrenzt RWA-Vorteile aus internen Modellen.

— Art. 92 CRR
S
SAG DE
Sanierungs- und Abwicklungsgesetz

Deutsches Umsetzungsgesetz der BRRD. Regelt Sanierungsplanung, Frühinterventionsmaßnahmen und Abwicklungsplanung sowie die Durchführung von Abwicklungsmaßnahmen. Zuständige Abwicklungsbehörde: BaFin (für LSI) und SRB (für SI).

— SAG vom 10.12.2014 (BGBl. I S. 2091)
SREP EU
Supervisory Review and Evaluation Process — Aufsichtlicher Überprüfungs- und Bewertungsprozess

Jährlicher aufsichtlicher Bewertungsprozess (Säule 2) nach Art. 97 ff. CRD. Umfasst Geschäftsmodellanalyse, Governance & Risikomanagement, ICAAP- und ILAAP-Bewertung. Mündet in institutsspezifische Kapitalanforderungen (P2R) und Kapitalempfehlungen (P2G) sowie ggf. Liquiditätsanforderungen.

— Art. 97 ff. CRD, EBA/GL/2018/03
SSM EU
Single Supervisory Mechanism — Einheitlicher Aufsichtsmechanismus

Erster Pfeiler der Europäischen Bankenunion. Die EZB ist seit November 2014 zentrale Aufsichtsbehörde für signifikante Institute (SI) im Euro-Raum. Die Aufsicht über LSI verbleibt bei den nationalen Behörden (in Deutschland: BaFin/Bundesbank), unterliegt aber dem Oversight der EZB.

— Verordnung (EU) 1024/2013 (SSM-VO)
SRB EU
Single Resolution Board — Einheitlicher Abwicklungsausschuss

Zentrale Abwicklungsbehörde im Rahmen des Einheitlichen Abwicklungsmechanismus (SRM) — zweiter Pfeiler der Europäischen Bankenunion. Zuständig für Abwicklungsplanung und -durchführung für signifikante Institute und grenzüberschreitend tätige Banken im Euro-Raum.

— Verordnung (EU) 806/2014 (SRM-VO)
T
TIBER-DE DE
Threat Intelligence-based Ethical Red Teaming — Deutschland

Deutsches Implementierungsframework des europäischen TIBER-EU-Rahmenwerks für geheimdienstgestützte Angriffssimulationen auf kritische Livesysteme systemrelevanter Institute. Dient als Referenzimplementierung für DORA TLPT-Anforderungen (Art. 26 DORA). Koordiniert von Bundesbank und BaFin.

— TIBER-EU (EZB), Art. 26 DORA
TLAC International
Total Loss-Absorbing Capacity

FSB-Standard für G-SIBs zur Sicherstellung ausreichender verlustabsorbierender Kapazität im Abwicklungsfall. Mindestanforderung: 18% der RWA oder 6,75% des Leverage Ratio Exposure (jeweils zzgl. Kapitalpuffer). In der EU durch MREL-Anforderungen nach CRR II / BRRD II umgesetzt.

— FSB TLAC-Standard (2015), Art. 92a CRR
TLPT EU
Threat-Led Penetration Testing

Geheimdienstgestützte Penetrationstests auf Basis realer Bedrohungsszenarien, die für bedeutende Institute nach DORA mindestens alle drei Jahre durchzuführen sind (Art. 26 DORA). Basiert auf dem TIBER-EU-Rahmenwerk der EZB. Ziel: Identifikation realer Schwachstellen in kritischen Systemen unter kontrollierten Bedingungen.

— Art. 24–27 DORA, TIBER-EU